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Lebensmittel der Branchen Bio, Fairer Handel und Naturkost –
Beiträge zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
und Rückenwind von UN-Programmen für die Branchen

Kurzbeschreibung

Mit unserem Projekt soll die Bio-Branche, der Faire Handel und die Naturkost-Branche bei ihrer verstärkten Orientierung in Richtung Nachhaltigkeit unterstützt werden. Damit soll die Nachfrage seitens der Verbraucher*innen nach entsprechenden Lebensmitteln anhaltend intensiviert werden. Das Potenzial der beteiligten Branchen zur Erreichung der "UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung" (Sustainable Development Goals, SDGs) wird systematisch verdeutlicht, um diese Argumente zielgerichtet an die Konsument*innen weitergeben zu können. Dafür sind interne Diskussions- und Fortbildungsprozesse und eine verstärkte Ausrichtung der externen Kommunikation in Richtung Nachhaltigkeit und SDGs vorgesehen. Damit die Zusammenhänge umfassend dargestellt werden können, werden über "Bio" hinaus weitere Nachhaltigkeits-relevante Maßnahmen wie "fair gehandelt", "bevorzugt pflanzlich", "bevorzugt gering verarbeitet" und "regional/saisonal" berücksichtigt. Die laufenden weltweiten UN-Programme für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion werden als Rückenwind für die Entwicklung der Branchen einbezogen. Ferner soll zur intensiveren Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik, NGOs, Medien und Praxis beigetragen werden, insbesondere mit diversen Bildungsbereichen. Zielgruppen des Projekts sind einerseits Mitarbeiter*innen und Kund*innen der Bio-Branche, des Fairen Handels und der Naturkost-Branche, andererseits Berufsgruppen im Bildungsbereich sowie Akteure in Wissenschaft, Politik, NGOs, Medien und Praxis.

PDF-Download der ausführlichen Projektbeschreibung (6 Seiten)

PDF-Download zum Buchbeitrag "Nachhaltigkeit in der Ernährung: Bezugsrahmen und Programme der Vereinten Nationen, in Europa und Deutschland - UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)" (12 Seiten)


Aktuelles zum Projekt

Das weitere Vorgehen wird mit den Projektpartnern/Unterstützern (s. u.) abgestimmt. 

Das nächste Treffen finden am 8. Mai 2019 statt.


Motivation

Die aktuellen globalen Herausforderungen (wie Klimawandel, Welthunger, ungerechte Ressourcenverteilung, Wasserknappheit, Bodendegradation, Artensterben und ernährungsmitbedingte Krankheiten) erfordern große Anstrengungen u. a. von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, NGOs, Medien und Praxis. Hierzu bedarf es weitreichender Kooperationen der beteiligten Akteure und intensivierter Bildungsanstrengungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen, um letztlich die Endverbraucher*innen zu erreichen und zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren.

Grundlage für die globalen und nationalen Aktivitäten werden zunehmend die "UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung" bzw. die "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Vereinten Nationen von 2015. Hintergrund ist
das gesellschaftliche Leitbild „Nachhaltigkeit“, zu deren Umsetzung bis 2030 die UN im Rahmen der „Agenda 2030“ mehrere weltweite Programme initiierten. Die Abschlussresolution der ersten globalen Konferenz des UN-Programms „Sustainable Food Systems“ 2017 in Südafrika betont ausdrücklich die notwendigen verstärkten Kooperationen und Aktionen der unterschiedlichen Stakeholder, unterstützt durch entsprechende politische Rahmenbedingungen.

Einerseits kann die ökologische Landwirtschaft bzw. die Bio-Branche sowie der Faire Handel und die Naturkost-Branche einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der SDGs und zur angestrebten Transformation der Gesellschaft leisten. Andererseits können die genannten Branchen bei ihrer weiteren Entwicklung vom weltweiten Rückenwind der laufenden UN-Programme profitieren.


Zielsetzung und Zielgruppen

Im Zentrum dieses Vorhabens steht das Anliegen, die Öko-Landwirtschaft und die gesamte ökologische Lebensmittelwirtschaft bzw. den Fairen Handel und die Naturkost-Branche bei ihrer Sensibilisierung für Weiterentwicklungsthemen in der Nachhaltigkeit zu unterstützen, Beispiele für die gesamte Lebensmittelbranche zu geben – und damit letztendlich die Verbraucher*innen als Mit-Produzent*innen besser zu informieren und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten anhaltend zu intensivieren

Zielgruppen

  • Mitarbeiter*innen der Firmen und Verbände der vorher genannten Branchen, damit sie die Endverbraucher*innen effizienter erreichen
  • Berufsgruppen im Bildungsbereich, wie Lehrkräfte, Erzieher*innen und Umweltbildner*innen, damit sie die Vorteile der einschlägigen Produkte gezielter an die Konsument*innen weitergeben können
  • verschiedene Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik, NGOs und Medien
  • letztlich: Kund*innen und Neu-Kund*innen des Bio-Bereichs, Fairen Handels und der Naturkost-Branche.

Konzeption und Realisierung

Zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts sind folgende Teilbereiche vorgesehen: 

  • Verstärkung der Orientierung der Branchen Bio, Fairer Handel und Naturkost in Richtung Nachhaltigkeit
    interner Fortbildungsprozess und externe Kommunikation mit dem Ziel einer Schärfung der Argumentation
  • Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (SDGs)
    Beiträge der Branchen Bio, Fairer Handel und Naturkost zu deren Erreichung,
    systematische Erarbeitung von Branchen-Potenzialen und Verbraucherbotschaften (jeweils eine Matrix)
  • UN-Programme zu nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion
    Verdeutlichung des Inputs für die Branchen Bio, Fairer Handel und Naturkost
  • Stärkere Verbreitung der Konzeption "Nachhaltige Ernährung"
    Vorträge, Fortbildungen, Interviews und Publikationen
  • Verstärkung der Vernetzung zwischen professionellen Akteuren
    aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik, NGOs, Medien und Praxis: mit der Absicht, die Zielgruppe der Verbraucher*innen möglichst weitreichend und effizient für einen nachhaltigen Konsum zu gewinnen.

Dies soll vorhandene Potenziale gegenseitig stärken und Synergien ausbauen, um substanzielle Beiträge zur Erreichung der SDGs bis zum Jahr 2030 zu leisten.

Angestrebte Laufzeit: 1,5 Jahre - 1. 10. 2018 bis 31. 3. 2020 (Vorbereitung seit 1. 4. 2018)


Kooperationspartner/Unterstützer

Die Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung leitet das Projekt mit Unterstützung von Naturland.

Aktuelle Kooperationspartner (alphabetisch, mit Links vom Logo aus)

  • Stiftungen
  • Verbände
  • Firmen

Weitere Kooperationspartner/Unterstützer erwünscht!

Sie sind als Firma, Verband oder Bildungsträger an diesem Projekt interessiert und möchten inhaltlich kooperieren bzw. finanziell unterstützen?
Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Bitte wenden Sie sich an: Dr. Karl von Koerber 
Mail: koerber[at]nachhaltigeernaehrung.de | Telefon: 089/65102131


 

Die Bildungsaktivitäten der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e. V. - auch diejenigen im Rahmen dieses Projekts - erfolgen mit dem "Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern". Dieses bekam die Arbeitsgruppe im Dezember 2018 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zum dritten Mal in Folge für die kommenden drei Jahre verliehen.